November – Platz 12 in der Monatsliste

Der Monat November steht bei mir auf Platz 12 in der Hitliste der beliebtesten Monate. In der Sympathiewertung ungefähr auf der gleichen Stufe wie eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt. Warum ist das so? Auch im 2,5. Jahr meiner Rennrad-Profikarriere habe ich im Oktober eine Ruhepause eingelegt und versuche nun wieder mit regelmäßigem Training zu starten. Der November liegt also (unverschuldet) in einer sehr unglücklichen Phase meiner Trainingsplanung. Ebenso (unverschuldet) steht der November auch im 43. Saison meines Lebens für sehr ungemütliches Wetter.

Schwalbe Marathon
Schwalbe Marathon

Zum dritten Mal habe ich nach dem Sparkassen Münsterland Giro am 03.10. den Oktober als Ruhemonat eingelegt. Zum dritten Mal ist nun also der November der Monat in welchem ich wieder mit dem Training anfange. Das dies nicht so problemlos gelingt wie gewünscht, schiebe ich ganz klar auf den November. Berufliche Termine und die Snooze Funktion des Weckers sowie mangelnde Disziplin lasse ich nicht gelten.

Der November verhindert durch sehr ungünstige Witterungsbedingungen entspanntes Radtraining am Abend und zerrt am Gemüt wenn man bei Temperaturen um 0 Grad und Nieselregen fährt.

Ein Pluspunkt des November ist die Tatsache, dass die Radwege deutlich leerer sind. In diesem Jahr habe ich meine Alu-Rose mit dem Schwalbe Marathon ausgerüstet und versuche den Witterungsbedingungen ein Schnippchen zu schlagen. Der Conti GrandPrix erwies sich auf leichtem Eis als eher suboptimal.

Alternatives Schwimmtraining passt meist nur morgens in meinen Zeitplan. Um 05.00 in tiefschwarzer Nacht  aufzustehen, mit der Gewissheit draußen mit antarktischen Temperaturen konfrontiert zu werden ist keine verlockende Vorstellung.  Roald Amundsen kann sich für seinen Spaziergang zum Südpol posthum meiner Bewunderung sicher sein.

Vermutlich wird der restliche November ablaufen wie 2014 und 2015. Ich werde mehrere Anläufe benötigen bis mein Schweinehund bessere Argumente findet als die Snooze-Funktion.

Wenn man einmal im Becken oder auf dem Rad ist, macht das nämlich ziemlichen Spaß 😉

Auf den Dezember hingegen freue ich mich, wenn die gemeinsame Werbekampagne der christlichen Kirche und des deutschen Einzelhandels Wirkung zeigt und Menschen zwanghaft Geschenke für mehr oder weniger beliebte Menschen kaufen. Dann sind die Städte im Ruhrgebiet und Rheinland voll, der schöne Niederrhein hingegen weitgehend verschont von Sonntagsfahrern (die auch schon mal Samstags unterwegs sind).

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