Vätternrundan 2017 – Motala bis zum Start

Zum zweiten Mal ging uns den See in Mittelschweden. Wieder 300km. Wieder vollkommen untertrainiert. Wieder viel Spaß gehabt. Die Einkehr auf dem Campingplatz war in diesem Jahr etwas konfus. Zwar wurden wir wieder von einer hübschen, blonden Schwedin in Empfang genommen … aber wir durften nicht wie wir wollten. Im Vorjahr hatten wir freie Platzwahl. In diesem Jahr gab es einen nummerierten Platz auf einer zweiten Wiese. Wir haben das System nicht ganz verstanden, vermuten aber das dies mit den schwedischen Sommerferien begründet war. Der Fußballklub wird in den Sommermonaten zu einem offiziellen Campingplatz.

Im Land von Thor und Odin haben wir dann das Tor dicht gemacht. Unser Platz war direkt vor einem Tor des Trainingsplatz – die provisorischen Campingplätze sind teilweise auf den Plätzen der beiden lokalen Fußballklubs angelegt.

Dieses Jahr ging ich etwas früher auf die Strecke. Bereits um 23:30 wurde meine Startgruppe auf die Reise geschickt. Im Vorjahr konnte ich vor Aufregung nicht richtig schlafen. Daher war der Plan 2017 durch die frühe Startzeit das Thema Schlaf besser in den Griff zu bekommen.

Warum auch immer, ist dies gründlich misslungen. Gegen 5.00 Uhr morgens habe ich Sekundenschlaf bekommen wie sonst nur beim European Song Contest.  Aber dazu später mehr.

Was in Motala auch beim zweiten Mal immer wieder faszinierend ist, ist die gesamte Grundstimmung vor Ort. Es gibt dort Starter die als Ziel die 9h Marke anpeilen, die Starter denen die Zeit egal ist und den „Normalos“ wie mir. Ich möchte in erster Linie die Distanz schaffen, aber natürlich mich immer selber weiter verbessern. Sport sollte durchaus auch mit gesundem Ehrgeiz verbunden werden. Aber ein paar Ausreißer gibt es immer natürlich immer. Einige Heißsporne riskant fahren, einige Tourenradler die jeden Ehrgeiz als Untergang der Radkultur anprangern.

Zentrum der Vätternrundan war auch in diesem Jahr wieder der Stadtpark von Motala, direkt an einer Bucht des Vätternsee gelegen.  Der Anmeldeprozeß funktionierte erneut per gedruckter eMail oder Barcode auf dem Smartphone reibungslos. Sehr gut die Idee, die Startunterlagen erst bei Check-In zu drucken und so unnötigen Papierverbrauch zu vermeiden. Faszinierend bleibt für mich das STADIUM Zelt. Ein kompletter Radladen. Von Socken über Helme, Ernährung bis zu kompletten Rädern namhafter Hersteller kann man dort alles zu normalen Preisen kaufen.

Netterweise muss man immer vom Check-In durch dieses Zelt hindurch. Ich glaube das ist Absicht.

Vor dem Stadium Zelt war eine kleine Radmesse aufgebaut mit zahlreichen Ständen. Für umgerechnet EUR 50,00 hätte man dort auch sein eigenes Rad noch für die Tour prüfen lassen können. Im Stadtpark gab es eine ganze Reihe von Infoständen, das Vättern TV Studio und auch einen Barista mit seinem kleinen Wagen. Die Schweden sind als sehr kinderfreundlich bekannt – da macht die Vätternrundan keine Ausnahme. Jede käufliche Hüpfburg stand dort herum. Für Bike- und Rolleraffine Kids gab es die nachfolgende Bahn.

Am Wochenende vor der eigentlichen Veranstaltung findet schon der Halbvättern, die Frauenrunde, die MTB Runde und diverse Kinderrennen statt. Während der Woche abends gab es noch den Vättern GP auf einem 1km Rundkurs um den Marktplatz. Mit meinen überragenden Schwedisch Kenntnissen habe ich der Website entnommen, dass dies ein Kriterium war. Dies bedeutet das alle fünf Runden eine Sprintwertung gefahren wurde. Die Jungs haben schon ordentlich zugelangt.

Direkt neben dem Veranstaltungsgelände befindet sich der Göta-Kanal und ein kleiner Yachthafen an dem sich Restaurants und eine Eisbude befinden. Während des Wochenende und der schwedischen Ferien kann man dort ab und an zuschauen wir die Brücke sich für die Segelboote öffnet.

Der Tag vor der Vätternrundan bedeutete ausspannen und ausruhen auf dem Campingplatz. Es gab Grillfleisch und Wasser als optimale Ernährung vor dem Start – zusammen mit Thermomix Müsliriegel.

 

 

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